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Unsere Gemeinde

Helmstadt-Bargen ist eine Gemeinde mit rund 3800 Einwohnern im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg. Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Waibstadt und der Tourismusregion Brunnenregion an.

Ausblick Helmstadt-Bargen

Helmstadt-Bargen liegt am Übergang des Kraichgauer Hügellandes zum Kleinen Odenwald. Auf der Gemarkung fließen fünf Bäche: Schwarzbach, Wollenbach, Forstbach, Gaulbach und der Wartschaftbach (Viehtriebbach).

Folgende Gemeinden grenzen an Helmstadt-Bargen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Aglasterhausen, Obrigheim, Hüffenhardt (alle Neckar-Odenwald-Kreis), Bad Rappenau (Landkreis Heilbronn), Neckarbischofsheim, Waibstadt, Epfenbach und Reichartshausen(alle Rhein-Neckar-Kreis).

Dorfbrunnen Wasserschloss Helmstadt

Gemeinde Helmstadt-Bargen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Bargen, Flinsbach und Helmstadt. Zu Bargen gehört das Haus Unter hohen Graben (Bargener Mühle), zu Flinsbach die Mühle Hobstmühle und zu Helmstadt die Weiler Ingelheimerhof und das Gehöft Weilerhof. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Bargen liegt die Wüstung des 773 genannten Ortes Branfelde, dessen Lage jedoch nicht als gesichert gilt und nicht in der Gemarkung Bargen nachgewiesen werden kann.

Helmstadt-Bargen ist ca. 13 km von Sinsheim und ungefähr 35 km von Heidelberg entfernt. Es besteht eine günstige Verkehrsanbindung an die Bundesautobahn A6 Mannheim-Heilbronn (Anschlussstelle Sinsheim ca. 13 km, Anschlussstelle Bad Rappenau ca. 15 km oder Anschlussstelle Rauenberg ca. 27 km entfernt)

Helmstadt

Epfenbacher Straße Helmstadt

Helmstadt wird im Jahre 782 in einer Urkunde des Lorscher Codex zum ersten Mal erwähnt. Der Ort war spätestens ab dem 13. Jahrhundert ein Sitz des hiernach benannten Adelsgeschlechts der Herren von Helmstatt, das unter kurpfälzischer Landeshoheit, später als Reichslehen die Ortsherrschaft innehatte. Nach dem Tod des kinderlosen und schwachsinnigen Wolf Adam von Helmstatt 1694 wurde der Ort vom Kaiser an Johann Philipp von Berlichingen, den Gatten von Wolf Adams Schwester Maria Magdalena vergeben, wogegen die rechtmäßigen Lehensnachfolger der Bischofsheimer Linie der von Helmstatt vergeblich prozessierten. Im selben Jahr wurde das Schloss in Helmstadt von französischen Truppen zerstört. 1803 fiel der Ort an Baden und gehörte dort ab 1810 zum Bezirksamt Neckarbischofsheim und ab 1864 zum Bezirksamt Sinsheim. 1939 wurden 1076 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 1289.Helmstadt ist einer von drei Orten, die von der Wissenschaft als mögliche Geburtsorte von Johann Faust in Frage kommend betrachtet werden.

Bargen

Bargen wurde gemäß der ältesten Funde in einem merowingerzeitlichen Gräberfeld um 600 als fränkischer Ausbauort gegründet und fand ebenfalls erstmalig in einer Urkunde des Lorscher Codex zur Jahreswende 792/93 Erwähnung. Der Ort gehörte als Bestandteil der Stüber Zent ab 1380 bis zum Übergang an Baden zur Kurpfalz. Die Ortsherrschaft über Bargen und den ursprünglich zu Bargen gehörenden Weiler Wollenberg übertrug das Hochstift Worms an die Herren von Ehrenberg. Nach dem Aussterben der Ehrenberg 1647 übertrug Worms das Lehen über Wollenberg an die Herren von Gemmingen, das über Bargen an verschiedene Lehnsherren. Worms übte die Herrschaft über Bargen von 1719 bis 1803 selbst unmittelbar aus. 1803 fiel der Ort an Baden und gehörte dort ab 1813 zum Amt Neckarbischofsheim und ab 1857 zum Bezirksamt Sinsheim. 1939 wurden 524 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 609.

Ende April 1952 wurden bei Straßen- und Kanalisationsarbeiten für den Bau des neuen Bargener Schulhauses vier Gräber gefunden. Der damalige Leiter des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg, Albrecht Dauber, ließ in zwei Ausgrabungskampagnen weitere 42 Gräber freilegen, in denen außer den Gebeinen der Toten auch Waffen, Schmuck und andere Gegenstände gefunden wurden. Die Archäologin Ursula Koch konnte den Beginn der Belegung des Gräberfeldes auf die Zeit zwischen 590 und 610 datieren. Das Gräberfeld wurde rund 70 Jahre benutzt. Informationen, fotografische Dokumentationen und Ausgrabungsfunde (Repliken) befinden sich im Bargener Dorfmuseum.

Flinsbach

Die Existenz von Flinsbach ist erst seit 1365 gesichert. Von 1380 bis 1803 gehörte der Ort zur Kurpfalz, Ortsherren waren zunächst anteilig, ab etwa 1770 allein die Herren von Helmstatt gewesen. Danach gelangte Flinsbach zu Baden und gehörte dort ab 1811 zum Amt Neckarbischofsheim und ab 1857 zum Bezirksamt Sinsheim. 1939 wurden 368 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 457.

Helmstadt-Bargen

Wappen Bargen, Flinsbach, Helmstadt

Am 1. Januar 1970 wurde Flinsbach nach Helmstadt eingemeindet. Zuvor dem Landkreis Sinsheim angehörend, wurden die Orte bei der Kreisreform 1973 dem neugebildeten Rhein-Neckar-Kreis angeschlossen. Am 1. Januar 1975 wurde Bargen eingemeindet und die Gemeinde in Helmstadt-Bargen umbenannt. Anschließend wurden in der neuen Gemeinde ein neues Rathaus, eine Hauptschule und eine Großsporthalle erbaut und mehrere Neubaugebiete erschlossen.